
Ein Komposter, der direkt auf dem Boden im Garten, nahe einer alten Birke oder einer Ligusterhecke aufgestellt ist: Nach einigen Monaten hebt man die Box an und entdeckt ein dichtes Wurzelnetz, das den gesamten Boden kolonisiert hat. Der Kompost ist in einem verworrenen Holzgeflecht gefangen, das schwer zu sieben und zu verwenden ist.
Dieses Problem mit Wurzeln im Komposter betrifft die Mehrheit der Installationen, die direkten Kontakt mit dem Boden haben, insbesondere wenn bestimmte Baumarten in der Nähe sind.
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Warum bestimmte Arten den Komposter schneller kolonisieren
Nicht alle Wurzeln sind gleich. Weiden, Birken und Akazien sind besonders aggressiv: Ihr Wurzelsystem wächst schnell in Richtung jeder Nährstoff- und Feuchtigkeitsquelle. Ein Komposter bietet genau das, mit zusätzlicher konstanter Wärme, die das Wachstum anregt.
Erfahrungsberichte aus der Kompostierung von Trockentoiletten zeigen, dass die Wurzeln Komposter, die reich an stickstoffhaltigen Materialien sind, wie Urin oder frischen Grünabfällen, noch schneller kolonisieren. Das warme, feuchte und nährstoffreiche Gemisch wirkt wie ein Magnet für die Wurzeln benachbarter Bäume.
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Hier findet man weitere Tipps auf Info Jardinage, um die problematischsten Arten im eigenen Garten zu identifizieren. Die erste konkrete Maßnahme besteht darin, den Abstand zwischen dem Komposter und dem nächstgelegenen Baum zu messen: Wenn dieser weniger als zwei oder drei Meter für eine Birke oder Weide beträgt, ist das Risiko nahezu sicher.

Gitter oder Geotextil am Boden des Komposters: Welche Wurzelschutzbarriere wählen
Den Komposter auf eine Betonplatte zu stellen, blockiert die Wurzeln, aber auch die Regenwürmer und die Mikrofauna des Bodens. Dadurch verliert man einen großen Teil der biologischen Aktivität, die den Zersetzungsprozess beschleunigt. Aus diesem Grund empfehlen mehrere kommunale Leitfäden mittlerweile einen clevereren Kompromiss.
Drainierender Boden, der vom Erdreich getrennt ist
Die Idee ist, ein metallisches Gitter oder ein Kunststoffgitter mit feinen Maschen unter dem Komposter zu installieren. Die Würmer und die Feuchtigkeit können hindurch, die Wurzeln nicht. Man erhält einen drainierenden Boden, der den Kontakt mit dem Leben im Boden aufrechterhält, ohne den Wurzeln von Ausläufern den Zugang zu ermöglichen.
Damit das Gitter effektiv bleibt, müssen die Maschen ausreichend eng sein (einige Millimeter). Ein klassisches Hühnerdrahtgitter lässt feine Wurzeln innerhalb weniger Wochen hindurch. Man strebt eher ein geschweißtes verzinktes Gitter oder ein Nagetierschutzgitter an, das auch in einem feuchten und sauren Milieu korrosionsbeständig ist.
Geotextil und lichtundurchlässige Folie um den Komposter
Einige Gärtner schaffen eine Wurzelvermeidungszone um den Komposter, indem sie ein Geotextil oder eine lichtundurchlässige Folie auf dem Boden verlegen, in einem breiten Streifen (etwa einen halben Meter bis einen Meter rund um die Box). Diese periphere Barriere blockiert die oberflächlichen Wurzeln, die horizontal in Richtung der Nährstoffquelle wachsen.
Die Rückmeldungen zu diesem Punkt variieren: Das klassische Geotextil mit geringem Gewicht wird in einer Saison von kräftigen Wurzeln durchdrungen. Man bevorzugt ein dickes Geotextil oder eine echte Wurzelschutzbarriere aus hochdichtem Polyethylen, die vertikal etwa dreißig Zentimeter eingegraben wird.
- Metallgitter mit feinen Maschen unter der Box: blockiert die Wurzeln von unten, lässt aber Würmer und Mikroorganismen passieren.
- Dickes Geotextil oder Wurzelschutzfolie, vertikal um den Komposter eingegraben: verhindert das seitliche Wachstum von Ausläuferwurzeln.
- Barriere aus hochdichtem Polyethylen: die langlebigste Lösung für aggressive Arten wie Weide oder Birke, aber teurer in der Installation.
Erhöhter Komposter: den Kontakt mit dem Boden beseitigen
Die radikalste Lösung, um zu verhindern, dass Wurzeln den Komposter überfluten, besteht darin, den direkten Kontakt mit dem Boden vollständig zu beseitigen. Erhöhte Komposter (auf Füßen, auf Paletten oder auf einem Anbautisch) sind in städtischen Gärten und kleinen Parzellen im Trend.

Man stellt die Box auf Füße oder Blocksteine, mit einem gitterartigen Boden, der die Drainage gewährleistet, ohne jemals den Boden zu berühren. Die Wurzeln haben einfach keinen Zugang zum Kompost. Diese Art der Installation begrenzt auch das Eindringen von Nagetieren und erleichtert die Ernte des reifen Komposts von unten.
Grenzen des überirdischen Komposters
Ein erhöhter Komposter trocknet schneller als eine Box, die auf dem Boden steht. Die Feuchtigkeit steigt weniger auf, und die Kolonisation durch Regenwürmer verläuft langsamer (oft müssen sie manuell hinzugefügt werden). Man kompensiert dies, indem man den Haufen regelmäßig bewässert und eine Schicht feuchtes braunes Kartonmaterial an der Oberfläche hinzufügt, um die Hygrometrie aufrechtzuerhalten.
Die andere Einschränkung ist strukturell: Ein voller Komposter ist schwer. Die Stütze muss stabil, solide und in der Lage sein, über lange Zeit ohne Durchhängen zu halten. Unbehandelte Paletten, die auf Blocksteinen liegen, eignen sich für eine Box mittlerer Größe.
Braunes Karton und Mulch: Wurzeln an der Quelle blockieren
Eine einfache und oft unterschätzte Technik besteht darin, braunes Kartonmaterial als Wurzelschutzbarriere um und unter dem Komposter zu verwenden. Das Kartonmaterial blockiert das Licht und hemmt die Keimung von Gras und das Wachstum oberflächlicher Wurzeln.
Veröffentlichte Beobachtungen zeigen, dass eine dicke Mulchschicht aus Karton nahezu alle unerwünschten Gräser in dem behandelten Bereich eliminieren kann. Unter dem Komposter in mehreren Schichten angewendet, verlangsamt es das Eindringen der Wurzeln, während der Kompost reift. Das Kartonmaterial zersetzt sich schließlich, was einen Austausch erforderlich macht, aber es nährt das Leben im Boden während des Verfalls.
- Drei bis vier Schichten unbedrucktes braunes Kartonmaterial direkt auf dem Boden unter der Box verlegen.
- Das Kartonmaterial einen halben Meter um den Komposter verlängern und mit Mulch (Laub, Häcksel) abdecken, um es an Ort und Stelle zu halten.
- Das Kartonmaterial alle sechs bis acht Monate erneuern, beim Wenden oder Entleeren des Komposters.
Diese Methode funktioniert besonders gut gegen feine Wurzeln und Gräser. Bei einer sehr nahen Birke oder Weide kombiniert man sie mit einem Metallgitter am Boden für einen umfassenden Schutz.
Die Wahl der Barriere hängt von der benachbarten Baumart und der Größe des Gartens ab. Ein kleiner urbaner Gemüsegarten neigt zu einem erhöhten Komposter. Ein großes Grundstück mit Bäumen mit Ausläuferwurzeln profitiert von der Kombination aus Gitter am Boden, eingegrabenem Geotextil an der Peripherie und Karton unter der Box. In jedem Fall bleibt die jährliche Überprüfung des Untergrunds des Komposters die einfachste Maßnahme, um einzugreifen, bevor die Wurzeln die Oberhand gewinnen.